Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den AnfĂ€ngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. WĂ€hrend die Urvölker auf AltbewĂ€hrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. GeheimbĂŒnde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Ilvara [Harpyie]

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Ilvara
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Ilvara [Harpyie]

#1

Beitrag von Ilvara » So 13. Dez 2015, 09:41

Ilvara

Kurzinfo

Name: Ilvara oder Ilva
Alter: dem Jugendalter entsprungen
Volk: Venthros (Harpyie)
Geschlecht: weiblich
Familienstand: Ilvara ist bei ihrem Grossvater aufgewachsen, da ihre Eltern im Kampf gegen die Orks auf dem Schlachtfeld gefallen sind. Das wichtigste Lebewesen ist fĂŒr sie jedoch der Greif Fleygur, der wie Freund und Bruder zugleich ist.


Beruf und Glaube

Ilva lernte frĂŒh Nahrung zu beschaffen und Kleinvögel zu jagen. So versorgte sie nicht nur sich selber, sondern auch ihren Grossvater, der mit seinen alternden Gelenken und Knochen nicht mehr die Geschicklichkeit aufbrachte, die wendige Beute einzufangen.
Die Sorge Liams, aber auch ihre eigene Abscheu hielten sie davon ab, auf dem Schlachtfeld Leichen zu fleddern, oder auch nur in die NĂ€he davon zu gelangen.
Stattdessen besitzt Ilva einen ganzen Schatz an Wissen und ErzĂ€hlungen aus BĂŒchern und von ihrem Grossvater.
Ivara spricht Asameisch und einige Brocken Rakshanisch, das sie aufgeschnappt hat.

Ilvara ist den Göttern nicht besonders angetan. Noldil macht sie fĂŒr das Schicksal ihres Volkes verantwortlich, da er sie in ihren Augen dazu gebracht hat, sich auf schreckliche Weise gehen zu lassen, anstatt fĂŒr ihre Zukunft zu kĂ€mpfen.
Einzig Isemi, dem Luftelementar fĂŒhlt sie sich verbunden durch die Magie und ihr Leben in windigen Höhen.


Erscheinung und AusrĂŒstung

Ilva ist erst vor kurzem dem Jugendalter entsprungen.
Ihr schlanker und leichter Körper ist mit weissen Federn bedeckt, welche jedoch hell bis dunkelbraune Spitzen aufweisen und ihr deshalb eine etwas dunklere FÀrbung verleihen. Besonders ihre Schwingen werden von den schönen Musterungen dominiert.
Auch wegen dieser seltenen Farbkombination ist Ilvara etwas eitel, denn die meisten Harpyien besitzen weisses bis schwarzes Gefieder.
Ilva hat dunkelbraune Augen und eine etwas spitzzulaufende Nase, welche ihr einen harten Gesichtsausdruck verleiht. Sobald sie jedoch lacht oder neckisch grinst, wird dieser Anschein aufgehoben.
Ilvara trĂ€gt aus Stolz auf ihre Gefieder keine Kleidung. Sie hĂ€lt es nicht fĂŒr nötig, sich in die NĂ€he des Schlachtfeldes zu begeben, bloss um einige Lumpen zu ergattern, besonders, da ihr Gefieder noch vollstĂ€ndig vorhanden ist.
Ihre HÀnde erinnern etwas an Vogelklauen mit langen Krallen, die es ihr ermöglichen, Beute im Flug zu fangen.
Unter den Harpyien gilt sie als Schönheit. Da die Harpyien jedoch eher seltener geworden sind, wird sie bei Erstbegegnungen mit anderen Völkern auch schon mit Angst und Misstrauen betrachtet.

„Und nun zu mir. Nur einige kurze Worte möchte ich ĂŒber mein eigenes Aussehen verlieren. Als Greif bin ich ein Mischwesen aus Raubkatze und Raubvogel. Mein Hinterleib ist mit einem brauen Fell ĂŒberzogen und geht in einen Adlerkopf ĂŒber. Da ich noch ein junges MĂ€nnchen bin, ist meine FellmĂ€hne eher noch etwas kurz. Ich möchte bescheiden bleiben, doch ich denke, dass ich einen ganz stattlichen Eindruck hinterlasse, vor Allem, wenn man noch nie einem Greifen begegnet ist. An das Aussehen meiner hĂŒbschen Begleiterin komme ich jedoch wohl kaum heran.“


Charakter und besondere FĂ€higkeiten

Fleygur kennt Ilva besser, als ihr Grossvater oder ihre Eltern es je vermocht hatten und beinahe scheint es, als könnte er ihre GefĂŒhle und Gedanken lesen. Er versteht sich jedoch nur ausserordentlich gut darauf, die kleinsten Regungen in ihrer Mimik, ihrer Haltung, ihrem Verhalten und auch in ihrer Stimme wahrzunehmen. Umgekehrt kann auch er vor seiner GefĂ€hrtin kaum etwas verbergen.
Beide sind kaum dem Jugendalter entsprungen, und doch unterscheiden sie sich wie Tag und Nacht.

Ilva ist noch immer voller Tatendrang und auch Neugier auf die Welt, welche sie nicht kennt. Sie besitzt eine zurĂŒckhaltende Freundlichkeit gegenĂŒber Fremden. Wenn sie jedoch beginnt, sich eine Meinung von ihrem GegenĂŒber zu bilden, erkennt man rasch, ob sie ihm eher zu- oder abgeneigt ist. Sie hĂ€lt sehr viel von sich und ist von Eitelkeit gekennzeichnet. Wesen, welche nicht fliegen können, besitzen ihrer Ansicht nach einen Makel und wurden von den Göttern weniger bevorteilt.

Ausserdem bemitleidet und verachtet sie Ausschweifungen aller Art. Ob in Form von Suchtmitteln, Orgien oder WettkÀmpfen.
Wenn ihr etwas nicht passt, gibt sie es deutlich zu verstehen und bringt sich und ihr GegenĂŒber damit auch schon in unangenehme Situationen.
Dann kommt oft Fleygur zum Zug. Er hat einen BeschĂŒtzercharakter und versucht Ilva meist zu beschwichtigen, auch wenn er insgeheim ein amĂŒsiertes LĂ€cheln nicht unterdrĂŒcken kann.
Auch Ilva schÀtzt ihren Freund sehr und gibt viel auf seine Meinung, auch wenn sie trotzdem oft ihren eigenen Willen durchsetzt.

Seid ihr Grossvater nicht mehr lebt, befindet sich Ilvara in einem inneren Zwiespalt.
Sie ist mit seinen Regeln und Werten aufgewachsen und verspĂŒrt noch immer den Wunsch, diese auch zu befolgen.
Doch verborgen in ihr drin befindet sich eine andere Seite, welche langsam an die OberflÀche drÀngt. Es sind teils Neugier, teils Trotz, vielleicht auch Eifersucht und ein Verlangen, eine Sehnsucht, welche sie quÀlen.
Oft verspĂŒrt sie eine LĂŒsternheit, welche nach Aussen drĂ€ngt. Sie tastet ihr GegenĂŒber dann mit vorsichtigen Blicken ab, beginnt mit ihm zu flirten, macht Andeutungen und Hoffnungen – ohne es jedoch zum Äussersten kommen zu lassen. Vor Allem mĂ€chtige Lebewesen findet sie anziehend und von magischen Begabungen aller Art ist sie fasziniert.
Obwohl der Wunsch und das BedĂŒrfnis da sind, hĂ€lt sie ein eiserner Wille davon ab, sich anderen Geschöpfen körperlich zu nĂ€hern. Bilder aus ihrer Kindheit von ausfĂ€lligen Festen ihres Volkes und zerfledderten Gefiedern, schrecken sie davon ab.
Sie bemerkte auch schon den Drang, Alkohol zu konsumieren oder einfach gefÀhrliche Flugmanöver auszutesten.

Fleygur ist der Meinung, dass dies ein Aufbegehren gegen ihre sehr behĂŒtete Kindheit darstellt. Der Greif kĂŒmmert sich wie ein grosser Bruder um die Harpyie und hört ihr oft einfach zu. Er nimmt ihre GefĂŒhlsschwankungen hin und kann sie mit seiner ruhigen Art oft auf den Boden der Tatsachen zurĂŒckholen.
Manchmal lĂ€sst er sich jedoch auch schon von ihrer ungestĂŒmen Art mitreissen und dann toben die beiden GefĂ€hrten gemeinsam in den Wolken herum. Diese Momente geniesst Fleymur besonders, denn sie fĂŒhlen sich vollkommen unbeschwert an.
Der Greif besitzt ausserdem einen ausgeprĂ€gten Humor. Gerne neckt er seine Begleiterin oder jagt auch Fremden ab und zu einen Schrecken ein ohne es jedoch böse zu meinen. Und wenn es nötig ist, wechselt er sofort wieder in seine Rolle des treuen BeschĂŒtzers.


Magie

Ilvara ist der Luftmagie mÀchtig. Meist wird sie benutzt, um schneller voranzukommen oder sie reitet auf den verÀnderten Luftströmungen und vollzieht atemberaubende Flugmanöver.
Jedoch ist es ihr auch möglich, eine leichte Nebel- oder Staubwand um sich aufzuwirbeln, was ein guter Schutz vor Feinden darstellen kann wie auch der kleine Windstoss, womit sie jemanden kurz aus dem Gleichgewicht bringen kann.
Ihr Grossvater hat in seiner langen Lebensdauer viel Wissen angesammelt, das er auch sehr gerne an seine Enkelin weitervererbt hat. Er unterrichtete sie in der Magie und brachte ihr bei, einen kleinen Wirbelwind zu beschwören und zu lenken, so lange sie sich darauf konzentriert.

Aus BĂŒchern und ErzĂ€hlungen weiss Ilva, dass auch das Wetter von den Luftmagiern beherrschbar ist. Doch obwohl sie eine ausgeprĂ€gte Begabung und auch ĂŒber einen vorteilhaften Wissensdurst besitzt, fehlte ihr bislang ein Lehrer, der sie weiter ausbilden könnte.
Sie versucht jedoch oft im Alleingang neue Dinge, auch wenn sie damit meist scheitert. FĂŒr einen geduldigen Lehrer wĂŒrde sie viel geben. Ilva hat immer ein Ohr fĂŒr ErzĂ€hlungen zur Magie.

Fleygur besitzt keine magische Begabung. Er ist ein KĂ€mpfer und BeschĂŒtzer, profitiert jedoch auch von Ilvas FĂ€higkeit.
Er besitzt an Kraft und Ausdauer, was Ilva fehlt. Im Nahkampf ist Ilva auf ihren Freund angewiesen.


Lebenslauf

Ilvara war noch sehr jung, als ihre Eltern auf dem Schlachtfeld im Kampf gegen die Orks zu Tode kamen. Trotzdem bewunderte sie schon damals den Mut und Tatendrang ihrer Eltern und dass sie die Hoffnung niemals aufgaben.
Sie wuchs bei ihrem Grossvater auf, der MĂŒhe hatte, den kleinen Wildfang zu bĂ€ndigen. Das MĂ€dchen wollte alles erkunden und vor Allem hatte sie das BedĂŒrfnis, wie ihre Eltern etwas leisten zu wollen.
Da sich Liam jedoch davor fĂŒrchtete, das einzige Geschenk, das ihm seine Tochter hinterlassen hatte, bevor sie starb, auch noch zu verlieren, hĂŒtete er sie wie seinen eigenen Augapfel.

Er hatte schon viel erlebt und schwÀrmte oft von den alten Zeiten, als die Venthros noch als Hochkultur galten. Liam berichtete seiner Enkelin von der filigranen Baukunst in unglaublichen Höhen, von verspielten GÀrten zwischen den Felsen, von komplizierten Flugmanövern, glohrreichen Schlachten und dem Handel mit Silber, den sie mit den Lichtalben unterhielten.

Unbewusst begann er, das MĂ€dchen von den anderen abzuschotten. Es war ihr nicht erlaubt, mit den Kindern der Nachbarn allzu gefĂ€hrliche Dummheiten zu machen, wie es ihr Grossvater nannte. Ausserdem wollte er nicht, dass sie mit den Unarten der meisten Venthros in Kontakt kam. Vielen von ihnen konnte man beim Verfall zu sehen. Stattdessen liess er sie BĂŒcher lesen, welche er sorgsam aufbewahrt hatte, um das wenige noch vorhandene Wissen weiterzugeben.
Ilvara hielt sich an die Vorgaben ihres Grossvaters. Sie liebte ihn von ganzem Herzen und er war die einzige Konstante und Bezugsperson in ihrem Leben.
Doch sie wurde Àlter und entwickelte sich bald zu einer jungen und ansehnlichen Venthros.

Bald erkannte sie, dass ihr Volk dem Untergang geweiht war. Die vielen Orgien und WettkÀmpfe widerten sie an, so wie auch die Bequemlichkeit, welcher sich viele hingaben, da sie die Hoffnung aufgegeben hatten.
Sie kam zum Schluss, anders zu sein. Dass ihr Grossvater sie von vielen Dingen abgehalten hatte, machte sich bezahlt, denn im Gegensatz zu ihren Altersgenossen besass sie noch ihr schönes Gefieder, welches nicht bereits zerzaust und zerfleddert wirkte.
Immer mehr grenzte sie sich von ihrem Volk ab, fĂŒr welches sie nur noch Mitleid empfinden konnte.
Ilva sah auf die Venthros herab und eine neue Arroganz begann sich in ihren Charakter zu schleichen, wo zuvor bloss zurĂŒckhaltende Freundlichkeit und etwas stolze Eitelkeit vorgeherrscht hatten.

Trotzdem beneidete sie zuweilen auch ihre gleichaltrigen Nachbarn, welche mehr Freiheiten besassen und oft auf sich selbst gestellt waren. Obwohl sie sich meist unmöglich verhielten, kosteten sie ihr Leben doch aus.
Mit vorsichtigem Interesse beobachtete Ilvara, wie sie sich zu Orgien trafen und in guter Gesellschaft feierten, auch wenn es nicht viel zu feiern gab und ihre Welt in TrĂŒmmern lag.
Und sie bemerkte, dass auch sie eine lĂŒsterne Sehnsucht danach verspĂŒrte, sich einfach hinzugeben und einen Teil dieser dĂŒsteren Welt zu vergessen.
Sie hielt ihre WĂŒnsche jedoch erfolgreich verborgen und nicht einmal Liam konnte den Zwiespalt seiner Enkelin erraten.

Der alte Mann wurde immer schwĂ€cher. Er hatte seine Enkelin in der Magie unterrichtet, ihr Wissen ĂŒber ihr Volk und die Welt, wie er sie kannte, mitgegeben und hatte versucht, ihr Wesen auf eine gute Weise zu lenken.
Als er starb, brach fĂŒr Ilva eine Welt zusammen. Es war das erste Mal, dass es sie von der Stadt wegzog, um in einer Höhle im Gebirge ihrer Trauer freien Lauf zu lassen.
Und in diesem Zustand, als sie sich selber vor Schmerz und EnttĂ€uschung ĂŒber das Schicksal begann, ihr Gefieder auszureissen, lernte sie Fleygur kennen.

„Als ich dieses schöne und von Trauer gezeichnete Geschöpf fand, das sich in meine Höhle verirrt hatte, bereitete sich in mir eine unbeschreibliche Zuneigung aus und ein tief verborgener Instinkt bedeutete mir, mich um die junge Harpyie zu kĂŒmmern.“

Der Greif Fleygur wurde zum besten GefÀhrten von Ilva.
Sie verweilten nur noch einige Monate in der Himmelsstadt. Ilvara fĂŒhlte sich ĂŒberall an ihren Grossvater erinnert und kapselte sich noch mehr von den anderen Harpyien ab. Sie begann sie bereits zu verachten fĂŒr ihr hoffnungsloses Sein und beschloss, dem ein Ende zu setzen. Ilva wollte nicht lĂ€nger hier verweilen.
Fleygur, der ihren wachsenden Unmut beobachtet hatte, konnte dem Nichts entgegensetzen und so bereisten die beiden fortan Asamura, auf der Suche nach einer besseren Welt, wo die Venthros nicht bloss als Schandfleck der Gesellschaft gelten mochten.

Sie flogen, wo der Wind sie hintrug, wobei Ilva meist auf Fleygurs RĂŒcken sass, da sie es sich noch nicht gewohnt war, alleine so weit zu fliegen. Sie ĂŒberflogen das Reich der Orks, wobei sie sich immer ausserhalb ihrer Reich- und Sichtweite aufhielten und gelangten bald in sandige WĂŒstenregionen, wo sich Nomadenvölker aufhielten und auch die Rakshaner aufzufinden waren.

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